Helsingør
Tag 3 meines Kurztrips begann ähnlich früh, wie die Tage zuvor. Es war noch dunkel, als ich mich aus dem Bett rollte, im Halbschlaf meine Sachen zusammensuchte und, mit Regenschirm bewaffnet, den Weg zum Bahnhof einschlug.


Darf ich vorstellen: Mein neuer Freund, der Nix.
Ursprünglich hatte ich für heute keine Pläne gemacht, doch das Wetter sollte ENDLICH besser werden und so war es nur logisch, dass ich einen Tagesausflug machen musste. Nach kurzer Google Maps Recherche entschied ich mich für eine Zugfahrt in den Norden.
Helsingør
Ganz ehrlich? Nie zuvor gehört! Aber laut Instagram sollte es hier wirklich ganz nett sein. Und die Tatsache, dass man innerhalb weniger Minuten mit der Fähre nach Schweden fahren konnte, war dann doch zu reizvoll, um das Abenteuer zu verwerfen. Immer noch müde, dafür mittlerweile aber mit Frühstück und einem einigermaßen handfesten Plan, saß ich also kurz nach 9 im Zug.
Oben angekommen begrüßte mich direkt die erste Regenfront.
YAY! Da ich dieses Wetter von den letzten Tagen jedoch mittlerweile gewöhnt war (und meine Jacke ohnehin ihr Schicksal akzeptiert hatte und nun eine Karriere als Schwamm einschlagen wollte), lief ich unbeeindruckt durch die ersten kleinen Gässchen des noch sehr verschlafenen Städtchens. Es war jedoch von Beginn an klar, dass ich an diesem Tag nicht ziellos durch die Gegend stiefeln würde, bis sich die schönen Fleckchen von selbst vor mir auftun - ich hatte noch viel vor und so schlug ich den direkten Weg zum Schloss ein, um noch vor den Menschenmengen dort anzukommen, bestenfalls ein paar Fotos im Kasten zu haben und in Ruhe und Frieden die Aussicht genießen zu können.
Wie man sieht, hat's bestens funktioniert!

Leider war ich an einem Wochenendtag da und so konnte man das Leben hier nur vergeblich suchen. Außerhalb des Schlosses war tatsächlich keine Menschenseele zu sehen und so verbrachte ich nur wenige Stunden hier, bevor ich - natürlich nach einem weiteren Regenschauer - schließlich zur Fähre aufbrach und mein Glück in Schweden versuchte.